17. Februar 2012
Verteilte Geoinformationen. Die Schlagwörter meines Artikels über die Geodateninfrastrukturen Österreichs, der Schweiz und Deutschlands.
(erstellt mit Wordle)
Die neuen Leiden des nicht mehr ganz so jungen UNIGIS Absolventen
| Datentypen |
Erläuterungen
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| CHAR (n) | Zeichendaten fester Länge mit der Länge size in Byte. Die maximale Länge beträgt 2.000 Byte. Die Default- und Mindestlänge beläuft sich auf 1 Byte. |
| VARCHAR (n) | Zeichenfolge variabler Länge mit der maximalen Länge size in Byte oder Zeichen. Die maximale Länge beträgt 4.000 Byte. Es muß die size für VARCHAR angeben. Die Variante VARCHAR2 ist für Oracle spezifisch, ohne dass sie sich tatsächlich unterscheidet. |
| DATE | Gültiger Datumsbereich vom 01.01.4712 v. Chr. bis zum 31.12.9999 n. Chr. |
| TIME | Zeitangabe (evtl. inklusive Zeitzone) |
| TIMESTAMP | Zeitstempel (umfasst Datum und Uhrzeit; evtl. inklusive
Zeitzone), meistens mit Millisekundenauflösung, teilweise auch
mikrosekundengenau. (fractional_seconds_precision): Datumswerte für das Jahr, den Monat und den Tag sowie Zeitwerte für die Stunde, Minute und Sekunde, wobei fractional_seconds_precision die Stellenzahl der Sekundenbruchteile im Feld SECOND für das Datum und die Uhrzeit ist (entsprechend den Sekundenbruchteilen). Zulässige Werte von fractional_seconds_precision sind 0 bis 9. Der Default-Wert ist 6. |
| NUMBER oder DECIMAL | Zahl mit der Gesamtstellenzahl p (precision) und der
Anzahl der Nachkommastellen s (scale). Die Anzahl der Gesamtstellen
kann zwischen 1 und 38 betragen. Festkommazahl (positiv oder negativ) mit insgesamt maximal n Stellen, davon m Nachkommastellen. Wegen der hier erfolgenden Speicherung als Dezimalzahl ist eine besonders für Geldbeträge notwendige Genauigkeit gegeben. |
| FLOAT (m) | Der Datentyp FLOAT ist eine Gleitkommazahl mit maximal m Nachkommastellen. Die Default-Gesamstellenzahl für diesen Datentyp ist 126 binär oder 38 dezimal. |
| DOUBLE oder DOUBLE PRECISION |
Gleitkommazahl (positiv oder negativ). Die Genauigkeit für diesen Datentyp ist jeweils vom Datenbanksystem definiert. |
| float und double sind für technisch-wissenschaftliche Werte geeignet und umfassen auch die Exponentialdarstellung. Wegen der Speicherung im Binärformat sind sie aber für Geldbeträge nicht geeignet, weil sich beispielsweise der Wert 0,10 € (entspricht 10 Cent) nicht exakt abbilden lässt. |
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| REAL | Gleitkommazahl (positiv oder negativ). Die Genauigkeit für diesen Datentyp ist jeweils vom Datenbanksystem definiert. |
| INTEGER | Ganze Zahl (positiv oder negativ), wobei je nach Zahl
der verwendeten Bits Bezeichnungen wie smallint, tinyint oder bigint
verwendet werden. Die jeweiligen Grenzen und die verwendete
Terminologie sind vom Datenbanksystem definiert. entspricht NUMBER(p,0) |
| NCHAR(length) | Der Datentyp NCHAR ist ein Datentyp, der nur für Unicode gilt. Wenn Sie eine Tabelle mit einer Spalte NCHAR erstellen, definieren Sie die Spaltenlänge in Zeichen. Sie definieren den länderspezifischen Zeichensatz, wenn Sie die Datenbank erstellen. Die maximale Länge einer Spalte wird durch die Definition des länderspezifischen Zeichensatzes bestimmt. Breitenspezifikationen des Zeichendatentyps NCHAR beziehen sich auf die Anzahl der Zeichen. Die maximal zulässige Spaltengröße beträgt 2000 Byte. Wenn Sie einen Wert einfügen, der kürzer ist als die Spaltenlänge, füllt Oracle den Wert mit Leerstellen auf die Spaltenlänge auf. Sie können weder einen CHAR-Wert in eine Spalte NCHAR, noch einen NCHAR-Wert in eine Spalte CHAR einfügen. |
| NVARCHAR2(length) | Der Datentyp NVARCHAR2 ist ein Datentyp, der nur für Unicode gilt. Er ist weitgehend identisch mit NCHAR, allerdings beträgt seine maximale Länge 4.000 Byte, und die Werte werden nicht mit Leerstellen auf die angegebene Länge aufgefüllt. |
| LONG | Zeichendaten variabler Länge von bis zu 2 GB. |
| LONG RAW | Binärdaten variabler Länge vom Typ RAW von bis zu 2 GB. |
| BLOB | Großes Binärobjekt (Binary Large Object, BLOB). Binärdaten von maximal n Bytes Länge. Binary Large Objects (BLOBs) sind große binäre Objekte wie Bild- oder Audiodateien. Der Begriff wird häufig im Zusammenhang mit Open-Source-Projekten und Datenbanken benutzt. |
| CLOB | Großes Objekt vom Typ CHAR (Character Large Object, CLOB), das Einzel- oder Mehr-Byte-Zeichen enthält. Es werden Zeichensätze mit fester und variabler Breite unter-stützt, und beide verwenden den CHAR-Zeichensatz der Datenbank. |
| NCLOB | Großes Objekt vom Typ CHAR, das Unicode-Zeichen enthält. Es werden Zeichensätze mit fester und variabler Breite unterstützt, und beide verwenden den NCHAR-Zeichensatz der Datenbank. Dieser Datentyp speichert Daten länderspezifischer Zeichensätze. |
| BOOLEAN | Boolesche Variable (kann die Werte true(wahr) oder false (falsch) annehmen). Dieser Datentyp ist laut SQL:2003 optional und nicht alle DBMS stellen diesen Datentyp bereit. |
Wert
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CHAR(4)
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Erforderlicher
Speicherplatz
|
VARCHAR(4)
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Erforderlicher
Speicherplatz
|
''
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' '
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4 Byte
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''
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1 Byte
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'ab'
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'ab '
|
4 Byte
|
'ab '
|
3 Byte
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'abcd'
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'abcd'
|
4 Byte
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'abcd'
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5 Byte
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'abcdefgh'
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'abcd'
|
4 Byte
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'abcd'
|
5 Byte
|
„Die Fernerkundung ist eine eigenständige wissenschaftliche Disziplin, die allerdings von der historischen Entwicklung her eine große Verwandtschaft zur Photogrammetrie aufweist. Teilweise fällt es schwer, von der Anwendung her beide Disziplinen eindeutig zu unterscheiden und gegeneinander abzugrenzen. Während der Photogrammeter das Fernerkundungsbild referenziert, also die Lage des Bildes im Raum mit entsprechenden Koordinaten versieht, ist die Arbeit des Fernerkundlers mehr auf die Analyse des Bildinhaltes und die weitere auch interdisziplinäre Verarbeitung der Analyseergebnisses ausgerichtet. Allerdings muss der Fernerkundler mitunter auch geometrische Bildkorrekturen vornehmen, so z.B. bei der Herstellung von Orthophotos über photogrammetrische Prozesse.“ „From time immemorial people have used vantage points high above the landscape to view the terrain below. From these lookouts they could get a ‚bird’s eye view‘ of the region. They could study the landscape and interpret what they saw. The search might be for good hunting grounds, easy passage through the region, or the best strategy to attack an enemy. The advantage of collecting information about the landscape from distance was recognized long ago. Remote sensing as we know it today is the technique of collecting information from a distance. By convention, ‚from a distance‘ is generally considered to be large relative to what a person can reach out and touch, hundreds of meters, hundreds of kilometers, or more. The data collected from a distance are termed remotely sensed data.“ (Stan ARONOFF)
| - | Start | Ende |
| LANDSAT-1 | 23.07.1972 | 01.06.1978 |
| LANDSAT-2 | 22.01.1975 | 25.02.1982 |
| LANDSAT-3 | 05.03.1978 | 31.03.1983 |
| LANDSAT-4 | 16.07.1982 | - |
| LANDSAT-5 | 01.03.1984 | - |
| LANDSAT-6 | 10.05.1993 | 10.05.1993 |
| LANDSAT-7 | Juli 1998 | - |
| Kanal | Beschreibung |
| 1 Blau | blauer Anteil des
sichtbaren Lichts im Wellenlängenbereich 0,45 - 0,52 µm, Auflösung 30m
im Originaldatensatz Wird wegen der starken Absorption des Chlorophylls wird genutzt zur Unterscheidung von Boden und Vegetation, von Laub- und Nadelwald, sowie zur Untersuchung von Gewässern wegen der hohen Eindringtiefe in Wasser. |
| 2 Grün | grüner Anteil des
sichtbaren Lichts im Wellenlängenbereich 0,53 - 0,61 µm, Auflösung 30m
im Originaldatensatz misst die in diesem Spektralbereich vergleichsweise hohe Reflexion von (gesunder) Vegetation an Land und im Wasser |
| 3 Rot | roter Anteil des
sichtbaren Lichts im Wellenlängenbereich 0,63 - 0,69 µm, Auflösung 30m
im Originaldatensatz misst die unterschiedliche Chlorophyllabsorption verschiedener Pflanzenarten(-> Unterscheidung von Pflanzenarten); Dient zur Unterscheidung von Pflanzenarten und zur Trennung von Bodentypen, Mineralgehalten. |
| 4 NIR | zurückgestrahltes Licht im
Bereich des Nahen Infrarots (NIR) im Wellenlängenbereich 0,7 - 1,3 µm,
Auflösung 30m im Originaldatensatz NIR zeigt die Aktivität von Pflanzen. Je jugendlicher die Pflanze, umso mehr "Nahes Infrarot" wird reflektiert. Man sieht also den Zustand pflanzlicher Zellen. => wird genutzt zur Abschätzung der Biomasse; Erkennung der Küstenlinien wegen geringer Eindringtiefe in Wasser Wasser ist stets schwarz! |
| 5 MIR 1 | zurückgestrahltes Licht im
Bereich des Mittleren Infrarots (MIR 1) im Wellenlängenbereich 1,57 -
1,78 µm, Auflösung 30m im Originaldatensatz MIR misst den Wassermangel in Vegetation und zeigt Böden hell an unterschiedliche Reflexion von Schnee und Wolken; durchdringt dünne Wolken sehr gerine Eindringtiefe in Wasser hohe Reflexion von manchen Gesteinen, deshalb hilfreich für geologische und bodenkundliche Kartierungen. |
| 6 TIR | zurückgestrahltes Licht im
Bereich des Thermischen Infrarots (TIR) im Wellenlängenbereich 10,42 -
11,66 µm, Auflösung 60m im Originaldatensatz TIR misst die von der Erde ausgehende Wärmestrahlung, dient primär für thermische Kartierungen Erfassung von Schäden und Stress von Vegetation ist möglich TIR gibt Auskunft über die oberste Bodenschicht. |
| 7 MIR 2 | zurückgestrahltes Licht im
Bereich des Mittleren Infrarots (MIR 2) im Wellenlängenbereich 2,10 -
2,35 µm, Auflösung 30m im Originaldatensatz MIR 2 zeigt hohe Reflexion von manchen Gesteinen, deshalb sehr hilfreich für geologische und bodenkundliche Kartierungen. Vegetation reflektiert wenig, Wasser absorbiert alles und ist deshalb schwarz. |
| 8 Pan | Der Kanal 8 steht bei
Landsat 7 (Sensor ETM+) für das zurückgestrahlte panchromatische Licht. Panchromatisches Licht umfasst das sichtbare Licht im Wellenlängenbereich 0,4 bis 0,9 µm, Auflösung 15m im Originaldatensatz In der Fernerkundung werden panchromatische Sensoren benutzt, weil sie durch die hohe Lichtausbeute eine sehr hohe Auflösung erlauben. |
"Viele von Ihnen kennen den schönsten Autobahnenabschnitt Deutschlands von München über Rosenheim bis hin nach Salzburg. Besonders im letzten Teil der Strecke, nämlich zwischen dem Chiemsee und Salzburg, geht es viele kleine Berge hinauf und runter und Ihr Motor kommt ganz schön ins Schwitzen. Wir wollen uns in dieser Aufgabe einmal ansehen, welche Höhenunterschiede auf dieser Strecke überwunden werden. Dabei beschränken wir uns auf den Abschnitt zwischen Abfahrt Traunstein und der Abfahrt Bad Reichenhall.Veranschaulichen Sie die Strecke als 3D Abbildung (Höhen über dem Satellitenbild als Image Drape) in einer Präsentation (etwa Powerpoint). Verwenden Sie zur Lösung dieser Aufgabe das Landsat TM Satellitenbild von 1992 (tm1992) und suchen Sie nach einer Kanalkombination, in der die für Ihre Präsentation wichtigen Objekte gut zu erkennen sind. Für die Höheninformation kommen zwei unterschiedliche Quellen in Frage: a) das GTOPO 30 Geländemodell des USGS unter mit einer geringen räumliche Auflösung oder alternativ b) das SRTM Höhenmodell der Shuttle Radar Topography Mapping Mission."Und so sieht das dann aus:
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| 15 Minuten Karte |
Geoinformation und Datenschutz
„Wenn ich mir dem Auto durch die Stadt fahre, sehe ich auch Häuserfassaden. Was macht es für einen Unterschied, ob ich dafür vor Ort bin oder irgendwo in der Welt oder drei Häuserzeilen weiter vor einem Bildschirm sitze.“
Es gehr um Google Street View und die Aussage stammt aus einer Umfrage über Datenschutz und Privatsphäre. Die Person, die diese Antwort gab, ist um die 30 Jahre alt und die Antwort beispielhaft für die Befragten dieser Altersgruppe.
Seitdem sich die technischen Möglichkeiten des Internets und seiner Infrastruktur immer mehr einem Idealzustand nähern, ändert sich der Umgang mit (Geo)Informationen im täglichen Leben. Das Übertragen von größeren Bilddaten oder Bewegtbildern, das bereitstellen von Echtzeitstreams sowie die immer weiter wachsenden Verfügbarkeiten von Hochgeschwindigkeitsanschlüssen im stationären als auch im mobilen Sektor lassen uns immer mehr Informationen zukommen. Überall und zu jeder Zeit.
Ging man vor ein paar Jahren noch online, so ist man jetzt online.
Und man möchte die verfügbaren Informationen für sich nutzen: Wie umfahre ich diesen Stau? Wo ist der nächste Pizzaladen? Welches Gebäude fotografiere ich gerade?
Informationen, die von Personen oder Unternehmen gesammelt und der Öffentlichkeit ungefragt und ungefiltert bereitgestellt werden.
Vor ein paar Jahren gab es eine kurze Diskussion über das Installieren von Webcams an öffentlichen Plätzen und dem Übertragen ihrer Daten im Internet in nahezu Echtzeit. Dürfen die das, darf jeder auf der Welt sehen und wissen, wo ich mich im Augenblick befinde?
75% der Befragten sehen Übertragungen von Webcams oder Real time Satellitenaufnahmen nach wie vor kritisch. Luftbildaufnahmen, Frontal- oder Schrägaufnahmen dagegen werden in Onlineportalen akzeptiert, so ein anderes Ergebnis der Umfrage „Geoinformationen und Datensicherheit“.
Die Diskussion um Google Street View ist also scheinbar keine und die großflächige Verpixelung von Gebäuden nur eine Reaktion auf das ungefragte Abfotografieren und nicht das Bestreben, etwas vor der Internetöffentlichkeit zu verbergen.
Wer darf was ohne meine Zustimmung über mich bzw. meine Privatangelegenheiten veröffentlichen?
Darf mein Garten im Internet zu sehen sein? Dürfen Google oder Facebook das?
Denn neben Google sehen sich auch soziale Netzwerke größerer Kritik ausgesetzt. Twitter und Facebook mit ihren „location-apps“, der Möglichkeit, Einträgen eine Ortsangabe hinzuzufügen bzw. automatisch den eigenen Aufenthaltsort mitzuteilen. Oder einfach nur die Tatsache, dass andere ungefiltert diese und andere personenbezogene Informationen verbreiten können.
Auf der anderen Seite ärgern wir uns, wenn just das nächstes Urlaubshotel in Google Street View nicht sichtbar ist, weil der entsprechende Stadtviertel noch nicht mit Fassadenfotografien und walk-through Ansichten abgedeckt ist.
Und noch einen anderen Aspekt gilt es zu bedenken:
Ist es nicht hilfreich oder gar zwingend notwendig, dass Katastrophenhelfer bzw. behördliche Institutionen im Allgemeinen hochaufgelöste Geoinformationen haben, um im Notfall schnell eingreifen zu können?
Ich denke ja, und stehe mit dieser Meinung nicht alleine. Vier von fünf Personen aus oben genannter Befragung würden danach einen Unterschied machen, wer personenbezogene Geodaten nutzen und auswerten darf.
Das Vertrauen in die Umsetzung von Datenschutzrichtlinien ist demnach gegenüber den behördlichen Institutionen höher als gegenüber privaten ausländischen Unternehmen.
Aber grundsätzlich überwiegt die Freude über die Nutzung von Geoinformation gegenüber den Bedenken.
Wenig überraschend ist ein weiteres Ergebnis der Befragung:
100% der unter 35 Jahren sind in sozialen Netzwerken aktiv. Von den über 50 jährigen niemand. Also ist die gesamte Debatte nur ein Generationenproblem?
Vielleicht, beleuchtet man das wie und warum, entdeckt man. denn überraschendes und klischeehaftes
Diejenigen, die sich in sozialen Netzwerken tummeln sind sich durchaus darüber bewusst, was und wem sie hier Dinge erzählen oder mitteilen. Naiv geht niemand mehr zur Sache. Man kennt die Sicherheitseinstellungen und weiß das Netzwerk als solches aufzufassen. Informationen teilen, sich natürlich auch präsentieren (aber dies in einem „gesunden“ Maß) aber sich nicht in Peinlichkeiten verstricken lassen, so der Grundtenor.
Womit man die Handlungen der anderen natürlich nicht oder nur bedingt beeinflussen kann.
Was, wenn jemand ein Foto von einem veröffentlicht und mit dem Namen taggt, was, wenn jemand online mitteilt, er hätte gerade den und den an diesem Ort gesehen.
Nun, wir alle bewegen uns im öffentlichen Raum, was früher nur das heimische Dorf durch Klatsch und Tratsch erfuhr, weiß heute die gesamte Welt. Schön ist das nicht, aber ändern oder gar abstellen kann und konnte man weder das eine noch das andere.
Ich habe einen Google Mail Account, ich hätte auch keine Sorgen, ein Android Mobiltelefon zu nutzen. Ich bin zwar nicht mit den Möglichkeiten des Internets aufgewachsen, aber ich lehne sie auch nicht kategorisch ab.
Ich habe gelernt, Netzwerke und Geodatenportale für mich zu nutzen anstatt sie mit persönlichen Daten und Informationen vollzuschreiben.
Weniger ist hier manchmal mehr.
Und was Google Street View oder andere Geodatenserver angeht: Ich habe zwar keinen Garten, und ob mein Auto am 25.4.2009 auf meinem Parkplatz stand, weiß auch der Postbote.
Aber der hat es vielleicht mittlerweile vergessen, das Internet nicht. Also kritisch bleiben, aber sich dabei nicht vom Fortschritt und von Entwicklungen ausschließen.
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